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Volksblatt 09.05.06

Papa von Pascal

Wohlfühl-Angebot folgte eintönigem Platz

Eltern sorgten für neuen Pausenhof der Dauthendey-Schule
Bewegungs- und Ruhezonen

SANDERAU (Gini) Vier Wochenenden lang haben vor allem die Eltern geschuftet, jetzt ist der neue Pausenhof der Max-Dauthendey-Schule so gut wie fertig. Ruhe- und Bewegungszonen sind getrennt.
    Förderverein und Elternbeirat haben finanziell kräftig mitgeholfen, die Stadt das Projekt genehmigt. Aus einer gepflasterten Zone wurde ein kleiner "Abenteuer- und Freizeitpark", in dessen Atrium sogar mal unterrichtet werden kann - bei schönem Wetter, versteht sich.

Unterricht im Atrium
   
In dem neugestalteten Außenbereich können sich nicht nur die Schüler in den Pausen wohl fühlen, sondern auch für die Hortkinder kam er zum Frühsommer gerade recht. Seit die Dauthendey-Grundschule vor einigen Jahren mit der Schiller-Grundschule zusammengelegt wurde und die Schülerzahl stieg (zurzeit 180 Kinder), warteten viele sehnsüchtig auf ein attraktiveres Umfeld mit angenehmer Atmosphäre anstelle des eintönigen Platzes. Unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Josef Pfeuffer ergriff der Elternbeirat schließlich die Initiative.
    Verarbeitet wurden vor allem Naturstoffe wie Holz und Steine Ein Kletter-Mikado aus kreuz und quer gelegten Holzstämmen - dazwischen am Boden weiche Holz-Häcksel - lädt zur Bewegung ein.
    Eine Hütte trennt die Bewegungs- und Spielzone von der Ruhezone. Kinder können unten durchlaufen oder auf den Hochstand klettern. In der Ruhezone haben sie Sitzgelegenheiten mit kleinen Holztischchen.
    Eine zweite Hütte für die Spielgeräte bauten Zimmerleute des Heidingsfelder Berufsbildungszentrums im Rahmen ihrer Ausbildung - kostenfrei für die Dauthendey-Schule. Das Material dafür zahlte die Stadt.

"Mach´s doch besser!"
   
Über persönliche Kontakte halfen auch einige Schüler der Hauptschule Estenfeld quasi als Jung-Handwerker ein paar Stunden freiwillig.
    In einem kurzen Resümee freut sich Schulleiter Alois Gundermann nicht nur über die tatkräftige Mitarbeit von Eltern und Kindern aus Grundschule und Hort, sondern auch der vielen anderen, die teils sehr spontan zu ihrem Job kamen - wie der Baggerfahrer aus Bad Neustadt, der zufällig vorbeilief, während seine Frau in der Innenstadt einen Einkaufbummel machte - was ihn überhaupt nicht interessierte. Er beobachtete, dass sich die Eltern schwer taten, mit einem kleinen Bagger die Stein-Quader fürs Atrium an Ort und Stelle zu bringen und bemerkte dies - "mach´s doch besser!", konterte darauf einer der Eltern-Handwerker - und das tat der Fremde. Fünf Stunden lang fuhr er nun den Bagger und brachte die Arbeit enorm voran: "Ein echter Könner, der wusste, wie man mit dem Bagger umgeht - wir hätten das sonst nie so schnell geschafft", so Gundermann. Der Rektor freut sich jetzt schon auf das Schulfest am Freitag, 7. Juli (Nachmittag), wenn dann nicht nur alle Helfer, sondern auch viele Gäste den völlig neugestalteten Schulhof erleben können.

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