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Pünktlich
um 9.30 Uhr trafen wir unseren ganz privaten Gästeführer Herrn
Pecher-Fries am Vierröhrenbrunnen. Von dort aus folgten wir ihm voller
Vorfreude auf die Alte Mainbrücke, wo wir unter der Statue von St.
Kilian viel über die Furt und die Fortbewegung durchs Wasser
erfuhren.

Wie
eine Krake sitzt die Festung auf ihrem Marienberg.

Die
drei Zobelsäulen erinnern an die Tragödie des Fürstbischofs
Melchior
Zobel von Giebelstadt. An der ersten Säule wurde er durch einen Schuss
schwer verwundet, in der Nähe der zweiten Säule fiel er blutend vom
Pferd und wurde schließlich von seinen Dienern betreut. Leider verstarb
er dann dort, wo wir heute noch den dritten Gedenkstein finden.

Unter
der Linde auf der Tell-Steige
erklärte uns Herr Pecher-Fries die zweite Zobelsäule.


Am
Denkmal an den Bauernkrieg stellten wir uns zu einem Gruppenbild auf,
bevor wir uns auf den Weg durch das Neutor hindurch
und weiter in die Geschichte der Burg zurück begaben.
An
den verschiedenen Toren staunten wir über die zahlreichen raffinierten
Schutz- und Sicherheitsvorrichtungen.

Das
sprechende Wappen erzählt seine eigene Geschichte.

Durch
das Anbringen einer Petarde (Sprengladung) konnte die Festung durch die
Schweden im Jahre 1631 zum ersten und einzigen Male in ihrer Geschichte
eingenommen werden.
Im
Burghof schauten wir an den verschiedenen Türmen hoch und in den 103m
tiefen Brunnen hinein. Den früher türlosen Bergfried mit dem engen
Angstloch oben im Gewölbe verließen wir gerne wieder.

Vor
der Marienkirche, dem ältesten Gebäude der Festung gruselten wir uns
ziemlich heftig und schauderten trotz Hitze, als uns unser
Festungsführer einen Text über die Sitten und Gebräuche bei der
Bestattung der Bischöfe vorlas.
Müde,
kaputt und schlaff bewegten wir uns langsam aber zielstrebig in Richtung
Schule zurück.

Auf
dem Sebastian-Kneipp-Steg hatten wir jedoch noch soviel Schwung und
Kraft, dass wir die Brücke zum Beben bringen konnten.

Ein
hochinteressanter Schultag lag hinter uns.
Vielen
herzlichen Dank an Herrn Pecher-Fries ...
der uns viel beigebracht hat und in uns große Lust geweckt hat,
weiterhin in der Vergangenheit zu forschen ...
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